Was uns bei Massa Haus nicht gefallen hat.

Die größten Probleme oder Dinge, bei uns bei Massa Haus nicht gefallen haben

Rückblickend muss ich sagen, dass die angesprochenen Probleme so oder so ähnlich auch für andere Fertighaus-Anbieter gelten könnten. Oft sind sie durch den Bauboom entstanden oder werden von einzelnen Personen oder Firmen verursacht. Euch sollte auch klar sein, dass es immer mal Schwierigkeiten auf dem Bau gibt und es ist die Art und Weise, wie sie von Anbieter gelöst werden.

Wichtig: Die für uns wichtigen und elementaren Dinge, wie die fertige Haushülle, stehen alle auf der Liste mit den Dingen, die uns bei Massa Haus gefallen haben und die könnt ihr hier nachlesen >>

 

1 . Service bei Massa Haus

Als wir im Frühjahr / Sommer Probleme hatten und den Service brauchten, wurde das zu einer echten Geduldsprobe. Vor allem, dass alle Fragen per Post beantwortet wurden. Seit September / Oktober ist das aber deutlich besser geworden, aber die Probleme bleiben. Auch der Service scheint bei den externen Firmen kaum Möglichkeiten zu haben, Druck zu machen. Nachfragen und versuchen ein Problem zu lösen ist aber drin. Das ist als Bauherr nicht schön, aber die haben immer noch mehr Möglichkeiten, als wir als Einmalbauherr!

2 . Unwürdiges Verhalten

Eine ganz einfache Sache wurde zum Trauerspiel. Wir wollten nur die Durchlasswerte für Außenwände und Fenster und man wollte uns diese nicht geben. Dann kam der nächste Hammer, wir erhalten die Werte und Berechnung (war gar nicht gefordert, da wir einen eigenen Energieberater hatten ) nur gegen einen Auftrag für Perimeterdämmung für  7.000€. Nochmal, wir wollten nur die Durchlasswerte, mehr nicht. Wir haben im Vertrag dann eine Seite gefunden, was Massa Haus dem Energieberater geben muss und nach einer unerträglichen Debatte, konnte es beendet werden. Monate später fiel bei der Technischen Prüfung auf, dass in den Unterlagen stand, dass wir KfW55 bauen. Dem ist so, aber NICHT mit Massa Haus.

Es ist mir absolut schleierhaft, warum man das mit Kunden macht und mittlerweile fragen mich schon andere, ob ich ihnen die Durchlasswerte geben könne. Geht natürlich nicht, auch wenn die verzweifelt sind.

3 . Folgen des Baubooms

Der Erfolg von 2016 mit 3.000 verkauften Häusern ( 2015 waren es etwa 2000 ) bringt natürlich auch Probleme in der gesamten Kette mit sich. Ein cleverer Schachzug war sicherlich, rechtzeitig  ein zweites Werk zu planen, dass wohl im späten Frühjahr seinen Dienst aufnehmen sollte. Es hat sich aber etwas verzögert.

Nur was ist mit den Bauteams, den Installateuren und Handwerken? Es ist in dieser Zeit wirklich schwer, neue und vor allem gute Handwerker zu finden. Das geht sicherlich allen Hausbaufirmen und deren externen Partner so. Versucht heute mal eine Handwerksfirma zu finden, die kurzfristig Zeit hat. Schwierig.

Als Bauherr heißt das, manchmal braucht es etwas Geduld. Das kostet natürlich auch unser Geld, zum Beispiel Miete, aber da muss man durch. Durch die niedrigen Zinsen baut halt jeder. So liesst man dann im Forum, von kleineren und längeren Verzögerungen.

 

4. Verkäufer

Es herrscht also der normale Konkurrenzkampf, wie in jeder anderen Branche und ihr seid die Beute. Das gilt auch für alle anderen Verkäufer, die Fertighäuser verkaufen, da bin ich mir sicher!

Verkäufer, egal von welcher Fertighausfirma, verstehen ihr Handwerk und versuchen euch vom Markt zu nehmen. Das ist normal, aber bei einer Lebensinvestition teilweise arg nervig.

Mal ernsthaft, was sollen die ganzen Vorverträge? Wenn die ein Fertighaus verkaufen wollen, dann haben die auch Zeit zu haben, bis Kredit oder Grundstück geklärt sind. Tätowiert es euch ruhig auf die Innenseiten eurer Augenlider: Ich unterschreibe NICHTS, aber auch gar nichts am ersten Tag! Mantra!

Auch wenn die allermeisten Verkäufer seriös arbeiten, kommt ihr auf den Einen und Kredit wird nichts, Grundstück geht schief usw. und ihr müsst vom Vertrag zurücktreten, wird es fast unmöglich da heraus zu bekommen. Meist wird es nur über eine teure Gebühr gemacht und ich habe Summen im 5stelligen Bereich im Internet gelesen. Noch dreister fand ich, dass die Bauherren keinen Kredit bekamen, dann kam ein BHW Angebot zu völlig überhöhten Zinsen und damit war der Vorvertrag erfüllt.

  • Nie am Tag 1 unterschreiben
  • Macht erst Kredit und Grundstück fest, bevor ihr so Vorverträge unterschreibt
  • Regelt auch, ob Bebauungsplan und Haus zusammen passen
  • Wechselt den Verkäufer, wenn euch etwas unseriös scheint oder die zu viel Druck für die Unterschrift machen. Im Zweifelsfall wechselt zu einer anderen Massa Verkaufsstelle

 

5 . Außerdem werden euch einige Dinge nicht gesagt, die dann später recht viel Geld kosten können. Gerade Erdarbeiten können teurer werden, Verrohrung Bodenplatte kostet zusätzlich 700€, ihr braucht einen Kranplatz, evtl. Bodendrucktest, Schnurgerüst, Dichtigkeitsprüfung usw.  Das kann bis zu 2.500€ kosten. Versucht das lieber mit regionalen Firmen, die sind oft deutlich günstiger wegen der kurzen Anfahrt.

 

6. Was mir persönlich nicht gefällt sind die optisch stark bearbeiteten Bilder, die oft noch Ausbaustufen zeigen. Dann gibt es wieder Häuser, die Original drin sind. Mir fehlen hier irgendwie Bilder von normal bis zur maximalen Ausbaustufe. Was bringt das hübsch gestylte Bild, wenn dann nur ein „normales“ Haus kommt. Sicherlich weckt es Bedürfnisse oder soll zum Kauf anregen, aber alleine der Unterschied beim Lifestyle 4 normal zum bearbeiteten Bild mit Mega Glasfront war nicht mehr als dasselbe Haus erkenntlich.

 

7. Verträge. Ich habe da so einiges gehört und gelesen. Ich bin kein Experte, aber mir ist klar, dass Massa sich absichern will und auch muss. Ihr profitiert von deren Erfahrungen und Kontakten zu den Handwerkern, was Massa zum Teil oder bei schlüsselfertig zum Bauherrn macht. Das bei Verträgen auch was schief laufen kann, ist fast normal und ist nicht nur bei Massa Haus so. Auch bei anderen Fertighaus-Anbietern habe ich so einiges gelesen.

8. Finanzierung bei Massa Haus – Beim Erstgespräch war ein externer Vermittler dabei und der hat ansich einen echt guten Job gemacht. Allerdings hat er ständig versucht uns die KfW auszureden. Es wäre teurer, lohnt nicht, ist viel Arbeit beim Dämmen usw. Wir sind dann zur Interhyp und bei unserer Hausbank vom Geschäftskonto gelandet. Das ist auch noch im Ort und war sehr praktisch.

Daher gelten die folgenden Tipps mal für ALLE Anbieter!

  • Verträge immer gut durchlesen und sich im Zweifelsfall beraten lassen. Bei Advocado gibt es dafür Festpreise ab 49,00€
  • Wozu einen Hausvertrag unter Vorbehalt für Kredit oder Grundstück unterschreiben? Was ist, wenn ihr dann keinen Kredit bekommt und die BHW oder eine andere Bank euch zu unverschämten Konditionen einen anbietet und der Vertrag erfüllt ist? Bank und Grundstück klären und dann ist der Hausvertrag auch kein Problem.
  • Klärt alle Rücktrittsmöglichkeiten für den Vertrag und lasst es euch schriftlich geben. Das gilt auch für eine mögliche Summe, die bei einem Rücktritt fällig wird.
  • Schaut euch die Verträge für Leistungspakete mit Handwerken wie Elektrik oder Heizung genau an. Welche Termine sind einzuhalten? Was passiert bei Reklamation? Was passiert bei Schäden durch die Handwerker? Wie sind die versichert? Was ist mit Wartung? Was ist mit kleinen oder größeren Anpassungen während der Bauphase? Könnt ihr euch als Helfer beteiligen?
  • Schaut ganz genau nach, ob die vereinbarten Leistungen, Materialien oder Absprachen schriftlich und mit dem korrekten Preis im Vertrag sind. Rechnet auch die Einzelposten zur Gesamtsumme nach.

 

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