Grundstückskosten Teil 2 – Variable Kosten

 

Während wir im ersten Teil über die festen Gebühren berichtet haben, kommen nun die weiteren möglichen Kosten. Das können Altlasten sein, lockere Böden, Felsen im Boden oder Bodengutachten. Das kann schnell richtig ins Geld gehen. Ich verweise gleich noch auf Teil 3, wo wir uns mit den Anschluss kosten für ein nicht erschlossenes Grundstück kümmern. Weiter >>

Wichtig: Wenn ihr ein Grundstück habt oder durch Erbschaft bekommt, müsst ihr zuerst schauen, ob ihr dort bauen dürft. Das sagt euch das Bauamt. Alles andere ist wie beim Kauf.

Probleme auf der Oberfläche

Wenn auf dem Grundstück etwas steht, muss es entsorgt werden. Befinden sich dort alte Gebäude, müsst ihr sogar überprüfen, ob das nicht evtl. unter Denkmalschutz steht. Da hilft euch das Bauamt weiter. Ein Denkmalgeschütztes Haus ist an sich unmöglich einzureißen. Ihr müsst faktisch warten, bis es einstürzt oder ihr saniert es vorschriftsgemäß.

Auch Bäume darf man nicht so ohne weiteres fällen, bei Häusern kommt wohl eher eine Abrissfirma in Frage und Müll muss auch fachgerecht entsorgt werden. Egal wie, es kostet einiges an Geld.

 

Bodengutachten

Mit ca. 800-1500€ nicht billig, aber es deckt Dinge auf, die im Nachhinein noch deutlich teurer kommen würden. Ein felsiger Untergrund kann den Hausbau deutlich verteuern, besonders mit Keller. Gibt es vielleicht Gifte im Boden ( zum Beispiel bei alten Firmengeländen), was muss getan werden, damit der Boden das Haus trägt?

Kleines Beispiel: Wir musste etwa 50cm auffüllen, damit wir die Kiesschicht für das Haus machen konnten. Das waren 22 LKWs voll mit Füllmaterial. Das wäre eine 5stellige Summe geworden. Stellt euch mal vor, ihr müsst giftigen Boden entsorgen für einen Keller. Wie viele LKWs wären das? Was kostet die Entsorgung und wer entsorgt das? Reichen da 20.000€ oder sind es 30.000, vielleicht sogar mehr? Auch Fels entfernen kostet viel Zeit und Geld.

Wichtig: Am Ende braucht ihr für euer Grundstück mindestens ein Bodengutachten, damit ihr die Tragfähigkeit kennt und wisst, wie euer Fundament aufgebaut werden muss.

 

Der Bebauungsplan kann auch Höhen für das Haus enthalten, damit es zur Siedlung passt. Ihr müsst dann evtl. das Grundstück anpassen. Zum Schluss muss das alles mit dem Bodengutachten für die Bodenplatte zusammen passen.

Tipp: In Baugebieten könntet ihr Glück haben, dass euer Bauamt bereits ein Bodengutachten hat, dass ihr nutzen könnt.

 

Im Teil 3 geht es nun um die Erschließungskosten.