konjunkturprogramm

3% sparen durch das Konjunkturprogramm

Sparen durch weniger MwSt.

 

Schreibt an Mad@Hausbau-Anleitungen.de wenn ihr Erfahrungen mit den Hausanbietern dazu macht, die anderen helfen könnten. DANKE!

Bei einem Hauspreis von 500.000€ würde das 15.000€ bedeuten und das wäre schon heftig. Wer sich grad ein fertiges Haus oder Wohnung kaufen will, könnte die 3% mitnehmen. Aber wie schaut es bei den Häuslebauern aus? Deren Beträge kommen ja nicht auf einmal, sondern über einen langen Zeitraum. Wie sieht es da aus?

Die Gewinner des Konjunkturprogramms

Das werden die Bauherren sein, deren Tiefbau / Bodenplatte schon in Arbeit sind und sie noch keine Rechnung zahlen mussten. Kommt diese dann nach dem 1.7.2020, bedeutet das 16% MwSt. und wenn das Haus gestellt wird, können auch die restlichen Handwerker arbeiten und Rechnungen gestellt werden. Bis zum 31.12.2020 ist genau das möglich.

Grob gesagt: Wer die Planung auf November hat, wird die Rechnungen wohl im Dezember bekommen und kann zumindest einen großen Teil mit 16% erhalten.

  • Wenn euer Haus schon steht und Handwerker arbeiten, versucht mit den Firmen zu reden, dass die ihre rechnungen erst nach dem 1. Juli schreiben.
  • Abraten würde ich von Rechnungen, die früher gestellt werden, ohne das die Arbeit erledigt ist. Dann hat man kaum noch ein Druckmittel bei Mängeln.

Das alles ist aber nicht im Sinne des Konjunkturprogrammes. Das soll eigentlich ja ankurbeln und neue Aufträge auslösen.

 

Wenn du heute ein Haus in Auftrag gibst, reicht es noch?

 

Eher nicht. Einen Teil werdet ihr sicherlich abgeschlossen haben, vielleicht bis zur Haushülle, sofern alles mit Tiefbau und Bodenplatte klappt. Dann könnt ihr zumindest einige größere Posten mit 16% zahlen.

Wenn das Haus steht, könnt ihr auch schon Material kaufen, dass ihr später braucht. Denkt aber dran, dass ihr das erst nach dem Estrich machen solltet. Außer ihr habt außen Lagerflächen. Beim Trocknen des Estrichs entsteht viel Feuchtigkeit und macht dann einiges kaputt.

Auch Werkzeuge oder Inneneinrichtung könnt ihr schon kaufen.

Tipp: Ich rate aber ab, alles überstürzt zu machen. Überlegt gut, vergleicht dennoch die Preise und lässt euch nicht von Verkäufern zu schnellen Käufen verleiten.

 

Landet das Geld beim Hausanbieter oder mir?

Das wird eine sehr spannende Frage.

Kauft ihr das Haus zzgl. MwSt, gilt das Rechnungsdatum für die Höhe der MwSt. Ein Haus das ihr für 100.000 kauft, könnte also im Sparmodus 116.000 statt 119.000 kosten. Das ersparte reicht fast für den Fließestrich!

 

Habt ihr das Haus inkl. MwSt, gekauft wird es spannend. Dann kommt die Rechnung und der Betrag sollte dann niedriger sein. Denn eigentlich ist MwSt. nur ein Durchreichposten. Ein Haus für 100.000€ sollte dann etwa 97.000 Euro kosten. Kostet es weiterhin 100.000€, streicht das Bauunternehmen die Differenz ein. Da wird sich wohl die Spreu vom Weizen trennen.

Gebt mal Feedback, wie eure Hausanbieter das machen.

 

Und rechtlich?

Ich hoffe, dass wir da noch einige Dinge klären können. Ob das mit dem Einbehalten der Differenz so einfach ist, glaube ich kaum. Denn der Nettobetrag ohne MwSt. dürfte sich ja gar nicht ändern, denn die MwSt. ist ja nicht dem Hausanbieter. Damit würde der Nettobetrag steigen ohne eine Leistung und würde nur den Gewinn steigern zum Nachteil des Häuslebauers.

Auch diverse Klauseln könnten rechtlich nicht bindend sein. Das müsste man prüfen.