Warum die Elektroheizung eine Alternative ist / mit Rechenbeispiel

ElektroHeizung

Beim heizen wird man so richtig schön zur Kasse gebeten. Das gilt für den Einbau, als auch für die Folgekosten. Da Strom immer teurer werden wird, haben wir die Elektroheizung gar nicht in Betracht gezogen. Aber das war falsch, auch wenn sie für unser Haus kaum in Frage kommen würde. Bei anderen könnte das aber sinnvoll sein, zumindest rechnerisch.

 

Kostenvergleich

Eine Heizung ist eine recht teure Investition und kann zwischen 20 und 50.00€ kosten. Dazu kommen noch Schornsteinfeger, Heizungswartung, Reparaturen und Rücklage, wenn nach 15-20 Jahren eine neue Heizung kommen soll.

Daher kann man mit etwa folgenden Werten rechnen, wobei das immer abhängig von der Heizung ist:

  • Schornsteinfeger im Jahr: 150€
  • Wartung der Heizung: im Jahr: 250€
  • Reparaturen im Jahr anteilig: 200€
  • Rücklage für Neuanschaffung auf 20 Jahre: 350€
  • Strom: 50€

 

Das macht etwa 550€ im Jahr, also etwa 85€ / Monat.

 

Rechnen wir einmal damit, dass Heizung und Schornstein 30.000€ kosten. Dank Zinsen sind das auf 20 Jahre gerechnet eher 45-50.000€. Da der Zins steigt, je mehr Geld man benötigt, gehen wir mal von den 50.000€ aus. Das macht auf 20 Jahre knapp 210€ im Monat. Zusammen mit den Nebenkosten, liegen wir nun bei 295€ und haben noch nicht einmal geheizt.

Für unser Haus kommen ( ohne KfW ) etwa 130€ Heizkosten für die 220m² dazu.

Somit lägen wir bei etwa 425€ monatliche Kosten. Durch zusätzliche Maßnahmen ( Dämmung und Solarthermie ) reduziert sich das auf 360€ im Monat.

Wir halten fest:

  • Haus ohne KfW ca. 425€ / Monat
  • Haus mit KfW ca. 360€ / Monat

Was kostet Elektroheizung?

Schornsteinfeger, Reparatur und Wartung entfallen. Natürlich brauchen wir auch keinen Schornstein und Wasserkessel. Dafür Elektroheizungen, vorzugsweise Infrarot, und Durchlauferhitzer. Vielleicht die ein oder andere zusätzliche Elektroleitung. Daher belaufen sich die Investitionskosten auf 3-4000€ und wenn es etwas besser sein soll 5000€. Mit Zinsen auf 20 Jahre sind das 21€ / Monat. Da die  Heizungen kaum kaputt gehen und Wartungsfrei sind, rechnen wir mal mit 25€ / Monat.

 

Elektroheizung mit KfW 40+

Mit dem neuen KfW 153 Förderprogramm ergeben sich noch einmal krasse Möglichkeiten. KfW55 lohnt sich schon, aber wenn ihr auf die 40+ geht, dann Halleluhja…. aber warum?

  • Eine 12Kw Photovoltaikanlage bekommt man schon deutlich unter 10.000€.
  • Der größte Nutzen der Anlage liegt beim Eigenverbrauch und 12Kw sollten reichen. Falls nicht, geht auf 15-20Kw oder mehr.
  • Bei 12Kw hättet ihr rein rechnerisch keine Stromkosten! Was auch das Heizen einschließt
  • Erfüllt ihr die KfW40+ Norm, erhaltet ihr bis zu 30.000€ Tilgungszuschuss zurück

Tipp: Dämmt Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer und Bad besonders gut. Dort haltet ihr euch am meisten auf und braucht weniger Heizkosten.

 

Tipps:

Vor allem bei kleineren Häusern macht das Sinn. Da sind die Heizungen auf den qm gesehen recht teuer. Bei unseren 220m² rechnet sich das nicht ganz so gut.

Auch wenn alle Rohstoffe steigen, Strom wird am meisten steigen, da bin ich mir sicher. Aber wenn ihr nach 20 Jahren das Haus bezahlt habt, hattet ihr weniger Rückzahlung und könnt euch als nächstes eine andere Heizung einbauen. Wahlweise könnte man das auch mit einem Kamin verbinden. Da kommt dann zwar auch Schornstein und Schornsteinfeger dazu, aber ist eine wohlige Sache in der Stube.

 

Elektroheizung in Kombination mit einem Kamin

 

Wer sowieso einen Kamin plant oder liebäugelt, der könnte das mit einer Elektroheizung kombinieren. Damit würdet ihr die Elektroheizung deutlich weniger benötigen und es gibt Kamine mit Wassertasche, die Wasser aufheizen können. Normalerweise leitet man das Wasser in den Speicher, hier könnte man es als Puffer nehmen, oder einen kleinen Speicher in den HAR bauen. Ich würde es wohl in eine Fußbodenheizung pumpen, die in den Räumen ist, wo ich nicht vom Kamin profitiere. Ist halt was für Bastler 😉

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