Bauwasser und die Alternativen

Bauwasser – So geht es oft günstiger

Normalerweise bekommt man das Bauwasser vom örtlichen Wasserwirtschaftsbetrieb, der teilweise auch an die Kommune angebunden ist. Am besten im Bauamt fragen, die helfen euch weiter. In der Marktwirtschaft regelt das Angebot den Preis, was hier aber nicht der Fall ist. Dementsprechend hoch kann die Rechnung für das Bauwasser werden.

 

Im Normalfall wird ein Entnahmerohr an einen Hydranten oder Wasseranschluss angeschlossen und nach Arbeitsaufwand und Standrohrmiete berechnet. Dazu kommt noch der Wasserverbrauch. Teilweise wird noch eine Kaution für das Standrohr verlangt.

Was kostet Bauwasser?

  • Auf und Abbau etwa 200€
  • Standrohrmiete etwa 60-75€ je Monat
  • Kubikmeter Wasser in etwa wie das Trinkwasser
  • Kaution 2-400€

Ihr solltet 5-600€ einplanen, aber ich habe auch summen um die 1000€ gesehen.

 

Bauwasser günstig beziehen

Bei einem Fertighaus in Holzbauweise, kann man sich das Bauwasser unter Umständen sparen. Bei uns war es so, dass die Handwerker für Bodenplatte, Außenputz und Estrich eigentlich das Wasser nur für das Reinigen ihrer Geräte brauchten. Klärt ab, ob das bei euch auch der Fall ist und ihr könnt Wasserbottiche oder ähnliches aufstellen. Am meisten Wasser brauchte bei uns die Verputzerkolonne, aber die kam so spät, dass wir bereits das normale Wasser hatten. Für alle anderen hatten wir 3 Mörtelkübel mit 80L und 2 x 20L Tanks.

 

Gut, wenn man nette Nachbarn hat

Bei uns war es so, dass wir im Notfall auch noch unseren Nachbarn hatten. Der hat uns auch mit Baustrom geholfen. Das wäre auch mein Tipp für euch, wenn ihr Nachbarn habt. Ein nettes Gespräch hilft oft Wunder.

Das Bauwasser teilen

Gerade in Neubaugebieten, wenn mehrere gleichzeitig bauen, reicht vielleicht auch ein Bauwasseranschluss. Dann teilt man sich einfach die Kosten und hat nur einen Bruchteil zu zahlen.

 

Einen Wassertank kaufen

Es gibt diese schon günstig ab 100€ zzgl. Versand. https://www.rekubik.de/ibc-container/gebrauchte-ibc/1000l-ibc-wassertank-gespuelt-auf-stahlpalette mit 1000L sicherlich gut ausreichend. Später kann man ihn für Gartenwasser nutzen oder verkauft ihn bei Ebay Kleinanzeigen.

 

Zisterne für Bauwasser nutzen

Vielleicht habt ihr eure Bodenarbeiten schon gemacht und eine Zisterne? Dann würde ich diese gut füllen und für Bauwasser nutzen.

 

Ein Tipp:

Der Vorteil bei einem Fertighaus ist ja, dass es schnell aufgestellt ist. Ihr habt auch die Hauseinlässe und könntet den Graben bei den Erdarbeiten ziehen, den ihr für den Wasseranschluss eh braucht.

Wir haben unseren Hausanschlussraum mit Verlegeplatten aus dem Baumarkt beplankt. Theoretisch könnt ihr mit einer Firma gleich den Termin für den Wasseranschluss am nächsten Tag machen. Ihr müsst nur Platten an die richtige Stelle schrauben. Der Installateur baut darauf dann die Rohre und Wasseruhr. Später kommen Wasseranschluss, Heizung usw. dran.