Rohstoffe sind knapp – Was bedeutet das für Baustoffe und den Hausbau?

Rohstoffe werden knapp und Baustoffe teuer

Soll man noch bauen oder wird es dann noch teurer?
Rohstoffe werden knapp und teuer, und damit auch Baustoffe wie Holz, Dämmwolle, Plaste undi viele, an die wir gar nicht denken. Was bedeutet das für den Hausbau?

 Video Baustoffe werden teuer

Lasst euch nicht zu einer vorschnelle Unterschrift drängeln, nur weil der Verkäufer euch unter Zeitdruck setzt. Ein Verkäufen kann die Preise und Lieferbarkeit wohl kaum steuern! Nach wie vor gilt, mehrere Angebote einholen, vergleichen und die Anbieter prüfen.


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Welche Rohstoffe die den Hausbau betreffen sind betroffen?

  • Holz – akut
  • OSB und Spanplatten – akut
  • Dämmstoffe – akut
  • Kunststoffrohrleitungen – schwierig
  • Kies und Sand vor allem im Norden aber auch generell
  • Teilweise Plasteprodukte wie Rohre – nur erste Hinweise
  • Farben und Lacke – nur erste Hinweise
  • Gips wird knapper, weil Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, wo Gips ein Nebenprodukt ist
  • Möbel, wie zum Beispiel für Küche, Einrichtung und auch Garten
  • Metalle werden teurer, wodurch auch Arbeitsgeräte betroffen sind
  • Lithium wird knapp, was für Akkubetriebene Werkzeuge Mehrkosten bedeutet

Insgesamt sind fast alle Baustoffe betroffen und werden teurer oder sind nicht lieferbar. Stand April 2021. Da auch Basisprodukte betroffen sind, weil es kaum Lieferkapazitäten gibt, wird sich das kaum entspannen.

Was bedeutet das für ein Bauvorhaben?

Das ist leider sehr vielschichtig und einige Dinge hat man gar nicht auf dem Plan. Daher ein Überblick den ich auch gerne ergänze.

Planuntgsphase:

  • Verkäufer könnten euch locken, dass sie keine Baustoffprobleme haben. Das müsst ihr prüfen!
  • Handwerker sind vorsichtiger bei Angeboten, da diese verbindlich sind. Die machen lieber Kostenvoranschläge, da diese teurer werden dürfen. Einige warten auch ab, da sie die Situation kaum planen können. Es wird noch schwieriger Handwerker zu finden.
  • Lest auch genau die “Angebote” durch, ob da Angebot oder Kostenvoranschlag steht. Werden dort andere Begriffe genutzt wie “Kostenaufstellung” usw. ,  dann sollten alle Alarmglocken klingeln. Denn das kann auch als Kostenvoranschlag gezählt werden und damit auch deutlich teurer werden.
  • Einige Handwerker sind trotz voller Auftragsbücher in Kurzarbeit. Damit verschieben sich deren Termine, wodurch die nicht immer Aufträge annehmen.
  • Ihr braucht lange Preisbindungen. Wenn ihr jetzt ein Hausvertrag unterschreibt und bis alles soweit ist, also von Fördergelderantrag, Architekt, Bemusterung, Bodenplatte usw. kann schnell ein Jahr vergehen. Das könnte mit Preisbindung ein Problem werden. Versucht es mit 18 oder mehr Monaten.
  • Grad KfW Füörderungen sind beliebt, aber man muss vorher die Angebote einholen und bekommt eine Freigabe. Damit wird die Zeitspanne vom Vertrag bis zur Ausführung noch länger. Auch bei den Handwerkern müsst ihr auf die Preisbindung achten.
  • Lasst Verträge prüfen! Kein normaler Mensch kommt mit den vertraglichen Inhalten zurecht. Da braucht es Profis. Gerade jetzt, wo das Risiko für Baufirmen größer ist, sollte das abgeklärt werden!

Bauphase

  • Welche Regelungen gibt es, wenn es eine Bauverzögerung durch Lieferengpässe gibt?
  • Was passiert, wenn eine Firma deswegen nicht rechtzeitig fertig wird und die nächste dann nicht arbeiten kann? Da geht es um Geld und vor allem um neue Termine, die auch weitere Gewerke treffen können
  • Denkt daran, Bauverzögerungen und Baustopps können weitere Kreise ziehen.
  • Baustoffe können während der Bauzeit teurer werden. Steht dazu etwas im Vertrag?

Sonstiges:

  • Was passiert, wenn der Hausbau nun teurer wird?
  • Könnt ihr länger in eurer Mietwohnung bleiben?
  • Was passiert, wenn eine Baufirma / Handwerke Konkurs anmelden muss?

Was verteuert unsere Baustoffe?

  • Alles baut, renoviert oder gestaltet den Garten um. Die Nachfrage für Holz bis hin zur Farbe ist enorm gestiegen und kann nicht immer gedeckt werden.
  • Lieferketten werden teurer. So kostete ein Schiffscontainer 2020 noch etwa 1000€. Mittlerweile zahlen die Firmen bis zum 10fachen dafür. Alles braucht Lieferungen, aber vor allem die Container sind knapp.
  • Die CO2 Steuer schlägt bei vielen Bauprodukten zu und der Bau von Einfamilienhäuser gilt als CO2 Treiber.
  • Der Sprit wird teurer und das wird auch umgeschlagen. Noch ist er verhältnismäßig günstig, weil der Ölpreis niedrig ist. Aber der wird wieder hoch gehen.
  • Hausbau hat auch in anderen Ländern Konjunktur, daher kaufen auch andere Länder Holz und nicht nur USA, auch China usw.
  • Schlechte Bezahlung der Holzarbeiter, die daher weniger Material ernten
  • Allgemeine Knappheit bei hoher Nachfrage
  • Gips war ein Nebenprodukt in Kohlekraftwerken und daher günstig. Zukünftig wird es neue Quellen brauchen und das wird teuer.
  • Spekulationen mit Rohstoffen. Was meint ihr, wer die Gewinne der Spekulanten bezahlt? Die WOLLEN das der Preis steigt….

Was kann man gegen die Preise und Lieferschwierigkeiten tun?

Allgemeine Tipps, die man beachten sollte

  • Unterschied Angebot und Kostenvoranschlag! Ein Angebot ist verbindlich und schafft euch eine Preissicherheit. Kostenvoranschläge können bis zu 20 oder gar 25% teurer werden.
  • Zuerst einmal, müsst ihr zukünftig die Verträge genau prüfen was zu Rohstoffen, Lieferverzögerungen, Bauverzögerungen und auch Preisbindung drinsteht. Die Firmen werden versuchen, sich da weitgehend aus der Haftung oder Schadenersatzansprüchen herauszunehmen. Zu deutsch, man will es auf den Kunden abwälzen. Das ist aber nicht immer rechtens.
  • Auch für bestehende Verträge gilt, schaut mal nach wie lange die Preisbindung Aber auch, ob dort Klauseln zu Rohstoffen und Lieferbarkeit steht.
  • Finanzierungslücken können durch Preiserhöhungen entstehen. Stellt euch vor, euer Hausbau ist nun 20% teurer. Geht sich das noch aus? Fragt euren Bankberater vorher, wie man damit im Notfall planen kann. Bedenkt auch, dass ihr monatlich mehr Kosten habt, euer Abtrag geringer wird und Laufzeit länger. Aber auch Mieten werden steigen. Tipp: Reserveoption!
  • Glaubt KEINEM Verkäufer, wenn er euch etwas im Bezug auf Rohstoffe und Lieferungen verspricht. Ein Verkäufer hat KEINEN Einfluss auf die Lieferketten und Rohstoffe. Solche Sätze wie: Noch haben wir genug Holz und können Stelltermine garantieren sind mit äußerster Vorsicht zu genießen und nur wenn diese auch schriftlich fixiert werden gültig!
  • Beobachtet Rohstoffnews. Dazu ist Google News eine sehr gute Plattform. Gebt einfach ein „Baustoffe werden knapp“ und schaut, wie sich das entwickelt.
  • Die blöde Situation ist natürlich, wenn die Handwerker kein Material bekommen. Das ist ein Dilemma für beide Seiten und nicht einfach. Vertrag hin oder her, versucht das friedlich zu lösen.
  • Häuser mit weniger Holzanteil bauen. So gibt es zum Beispiel Fertighäuser in Massivbauweise. Das ist nicht so bekannt, aber auch diese werden im Werk vorgefertigt und dann bei euch in wenigen Tagen aufgestellt.
  • Nachwachsende Rohstoffe zum Dämmen nutzen. Zellulose, Hanf, Schilf, Stroh usw. Die sind zwar teurer, aber die normalen Dämmstoffe ziehen kräftig an und damit ist der Spagat nicht mehr so hoch.

Wie könnte man sparen?

  • Man könnte kleiner bauen, mit Einliegerwohnung oder gar als Doppelhaus und teilt sich die Kosten oder vermietet.
  • Weniger Schnickschnack wie Giebel usw. einplanen.
  • Baut weiter außerhalb mit sehr guter ÖPNV Anbindung, Da sind Grundstücke etwas billiger und man braucht meist nur ein Auto zu unterhalten, Rest mit Bus und Bahn.
  • Es gibt immer noch gute Förderungen, aber mit Grün an der Macht, könnte es gut sein, dass man die Förderung von Einfamilienhäuser zugunsten von Mehrfamilienhäusern verschiebt.
  • Baut die Muskelhypothek aus. Das sind Eigenleistungen, mit denen man viel Geld spart. Nur alleine ist das auch nicht einfach und der Hausbau dauert länger. Wie wäre es mit einem Tausch? Fragt mal eure Freunde ( vorzugsweise mit handwerklichen Fähigkeiten ) ob die euch helfen würden und ihr helft denen dann später, wenn sie bauen. Dann braucht ihr nur BG Bau und was zu Essen zahlen. Später arbeitet ihr die Stunden ab.
  • Nutzt Solarenergie. Die Preise werden dank CO2 Steuer steigen und so federt ihr einiges an monatlichen Kosten ab.

Baustopp und Insolvenzen

Die Unsicherheit ist auch bei den Firmen groß. Die Rohstoffpreise sind so dermaßen schnell gestiegen, dass es in Angeboten von vor 6-12 Monaten gar nicht mit eingerechnet wurde. War da ja kaum abzusehen. Nun stimmen die Kalkulationen nicht mehr und die Handwerksfirmen haben finanzielle Probleme.

Dazu kommt, ohne Material können die Firmen nicht arbeiten und das bedeutet Kurzarbeit trotz randvoller Auftragsbücher.

Geht eine Firma Pleite, dann sind Gelder die gezahlt wurden wahrscheinlich weg oder es braucht lange, bis man zumindest einen Teil erhält. Das kann auch für einen Bauherr ruinös sein.

Eine Grüne Regierung

Es wird wohl nicht ohne Grün gehen, zumindest nach aktuellem Ermessen. Aber die Schlammschlacht geht ja erst los und etwas steht besonders in der Kritik, dass vieles schwammig formuliert ist und man keine klaren Aussagen hat.

Grün wäre wichtig, aber können die auch Wirtschaft? Vor allem Wirtschaft und dabei die Umwelt schonen? Aktuell wird seit Jahren nur alles teurer und geht es nach Grün, wird sich auch der Hausbau al einer der größten CO2 Produzenten ändern müssen. Irgendwer wird diese Forderungen zahlen müssen und die CDU wird aus Machtgier mitspielen.

  • Ich gehe davon aus, dass man die Förderungen von Einfamilienhäusern zurückschraubt und in Mehrfamilienprojekte umroutet.
  • Auch Sprit, CO2 Steuer und Bauvorschriften könnten teurer werden.
  • Dämmung könnte ein Faktor bei den Förderungen werden und würde auf nachwachsende Rohstoffe setzen.

Einer Sache bin ich mir sicher, der Hausbau wird unter Grün deutlich teurer.

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Last Updated on Mai 1, 2021 by Scope242