Baustrom – Was braucht man wirklich?

Baustrom

Bei unserem Hausbau war es schon erstaunlich, wie weit man bei einem Holz-Fertighaus mit einem starken Akkuschrauber und einigen Akku-Werkzeugen kommt. Da muss man sich fragen, ob man eigentlich Baustrom braucht oder es nicht sogar günstige Alternativen gibt. In diesem Artikel gebe ich euch Tipps für den Baustrom, Miete eines Baustromkastens und wie man das günstiger realisieren kann.

Braucht man Baustrom für ein Holz-Fertighaus?

Ihr werdet mindestens für den Baukran zum Aufstellen des Hauses einen brauchen. Auch für die Bodenplatte, Erdarbeiten und Bautrupp zum Hausaufstellen, benötigt ihr Strom. Gerade große Flex und Kompressor, gehen kaum mit Akkus.

Bei uns wurde für den Kran 16A Drehstrom angefordert.Der hat zwar Akkus, aber die reichen bei weiten nicht, für ein ganzes Haus.

Die kleinen Akkus könnt ihr zu Hause laden und Kaffee mit einem Gaskocher machen. Erst für den Innenausbau haben wir normalen Strom gebraucht. Gerade die Kappsäge oder große Löcher im Holz, da braucht es starkes Werkzeug mit 240V. Da sollte aber normaler Strom schon liegen. Hausanschlussraum zuerst fertig machen und dann den Stromanschluss legen lassen.

Woher bekommt ihr den Baustrom?

Den gibt es nur von einer Elektrofirma, die in der Handwerksrolle und beim Energieversorger eingetragen ist. Normalerweise regeln die alles für euch und melden das beim Energieversorger an. Ihr stellt denen dafür einfach eine Vollmacht aus. Die schauen dann auch, woher sie den Strom nehmen. Außerdem braucht ihr einen Baustromkasten mit Zähler. Meist haben die Elektrofirmen Baustromkästen zur Miete, falls nicht, schaut mal hier:

 

Was kostet Baustrom?

Das setzt sich aus Anschlusskosten und der Miete zusammen. Dazu kommen noch die verbrauchten Kilowattstunden, die oft weit über den normalen Tarifen liegen. Daher solltet ihr frühzeitig für den Hausstrom sorgen.

Kostet etwa: 1000€ zzgl. Verbrauch

Sollte der Baustrom lange gebraucht werden, kommen weitere Mieten für den Baustromkasten dazu.

Lasst euch vorher einen Kostenvoranschlag zusenden, um Überraschungen zu vermeiden.

 

Sparpotential beim Baustrom:

  1. Nette Nachbarn

Wir haben Glück und unsere Nachbarn haben uns 16A Drehstrom zur Verfügung gestellt. Nur beim Baukran ist das ein Problem. Geht die Sicherung oder der FI raus, müsst ihr Zugang zum Stromkasten haben. Wenn der Nachbar da ist, kein Problem. Wenn nicht, braucht ihr einen Plan B. Klärt das vorher ab.

Dazu braucht ihr einen eigenen Baustromkasten. Der sollte vor allem Sicherungen UND einen FI-Schutzschalter haben. Wir haben daher den Stecky 3 gekauft und anschließend bei Ebay wieder sehr gut verkauft. Wir haben den Baustrimkasten daher auf eine Holzplatte gepackt und mit einem Mörtelkübel abgedeckt. Der sah dann beim Verkauf wie neu aus.

 

Abraten würde ich von den Verteilern ohne Sicherungen und FI-Schutzschalter. Zum einen für den Eigenschutz und zum anderen würden die Sicherungen beim Nachbarn fliegen.

Notstrom als preiswerte Variante

Da man den Baukran meist nur für 1-2 Tage braucht, könnte man ein Stromaggregat mieten. Das kostet für 2 Tage etwa 100€ oder pro Woche 130€. https://www.boels.de/mieten/energie-und-beleuchtung/stromaggregate/stromaggregat-5200-w

Danach reicht ein kleiner Generator, wie dieser:

Ihr könnt versuchen, den Notstromer bei Ebay Kleinanzeigen zu kaufen und später wieder zu verkaufen oder kauft ihn neu und verkauft ihn dann bei Ebay Kleinanzeigen. Mit etwas Glück geht sich das + / – 0 aus. Bei Neukauf wird es wohl auf 50-100€ hinaus laufen.

Läuft es gut, braucht ihr nur etwa 150-200€ für den Baustrom.

Warnung: Gerade wenn der Baustrom für den Kran gebraucht wird, solltet ihr nicht irgendwelches Billigzeugs als Notstromer nehmen. Schaut, dass ihr etwas in der Nähe bekommt. Sollte das Aggregat defekt sein, hat der Kran zwar Akkus, aber das hält nicht lange. Habt ihr was aus der Nähe, könnt ihr dort am ehesten Hilfe bekommen. Muss der Kran abrücken, zahlt ihr das erneute anfahren und Aufbau.

 

Baustromkosten teilen

In einem Baugebiet brauchen vielleicht noch mehrere Bauherren den Baustrom? Dann tut euch zusammen und teilt euch die Kosten.

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