KfW Förderung für private Ladestationen – 3 wichtige Gründe

Beim Ausbau der E-Mobilität gibt es nun gute Nachrichten für private Hausbesitzer und zukünftige Bauherren. Es gibt pro Ladeeinheit von der KfW einen Zuschuss von 900€ und die Hürden dafür sind angenehm niedrig. Dafür übernimmt die NOW GmbH im Auftrag des Bundes die Koordination als nationale Leitstelle für die Ladeinfrastruktur, so der Bundesminister für Verkehr, Andreas Scheuer.

Was sich zuerst einmal so einfach anhört, hat weitrechende Folgen für das Netz und seine Infrastruktur. Denn es gibt einen wichtigen Knackpunkt

  • Gefördert wird nur, wenn man grünen Strom zum Laden nimmt

Der Umbau von Benzin / Diesel zu Elektro belastet natürlich auch unser Stromnetz. Da Elektroenergie wegen der EEG Umlage immer teurer wird, sind Solaranlagen auf dem Dach nun noch lukrativer. Ja, man könnte auch grünen Strom  vom Energieversorger kaufen, aber ist eben teuer.

Da man mit seiner Solaranlage nun noch 8-9 Cent / KWh bekommt, aber beim Energieversorger 30Cent zahlt, eine überlegenswerte Investition. Zum einen wird Strom teurer und zum anderen die Solarpanels immer billiger. Mir wurden letztens 330Watt Panels ( etwa so groß wie eine Tür ) für 90€ angeboten.

Unterm Strich wird die zentrale Stromversorgung noch weiter dezentralisiert. Damit ist die Förderung der KfW für Ladestationen ein sinnvoller Schritt in die Zukunft.

KfW Ladestation
KfW Ladestation

Wer bekommt die Ladestation Förderung der KfW?

Das ist interessant, vor allem weil das auch Mieter beantragen können.

  • Eigenheimbesitzer
  • Vermieter
  • Mieter ( mit Erlaubnis )
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Wohnungsunternehmen
  • Genossenschaften
  • Bauträger
  • Bauherren

 

Voraussetzungen

Da ist die Messlatte angenehm niedrig und legt somit nur wenige Steine in den Weg. Aber ihr müsst den Antrag vor dem Kauf

  • Es muss eine Neuanlage sein
  • 11KW Ladeleistung
  • Diese darf nicht öffentlich zugänglich sein
  • Sie muss zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden
  • Pro Ladeeinheit muss sie mindestens 900€ kosten
  • Ab dem 24.11.2020 gibt es eine Liste, welche Ladestationen gefördert werden

 

Was wird gefördert?

Es wird die Anlage selbst gefördert, aber auch die Steuerung und die Kosten für die gesamte Installation. Dabei geht es eigentlich um die Ladepunkte, was besonders positiv ist. Eine Ladestation besteht meist aus mehreren Ladepunkten und JEDER Ladepunkt wird gefördert, sofern die 9ß߀ / Ladepunkt überschritten werden.

 

Wie hoch ist die Förderung inkl. Beispiel:

Die Förderung beträgt 900€ /Ladepunkt, sofern die 900€ überschritten werden. Hat eine Ladestation 3 Ladepunkte, sind das 2.700€. Habt ihr ein Angebot von 2.500€ eingereicht, dann bekommt ihr nur einen Zuschuss für 2 Ladepunkte, also 1.800€

 

Ablauf der Förderung für Ladestationen

Auch wenn erst ab dem 24.11.2020 alle Unterlagen zur Verfügung stehen, hier die Sachen auf die ihr achten müsst und die Formulare

 

Formulare

Ideal für Bauherren

Wer einmal baut, könnte sich überlegen, eine große Solaranlage auf sein Dach zu machen und das nicht nur für sein Auto, sondern auch gleich für die KfW40+. Damitbekommt ihr bis zu 30.000€ Tilgungszuschuss. Anstatt 30ent für die KWh zu zahlen, kommt man deutlich billiger weg und das ist lukrativer, als den Strom ins Netz zu speisen, wo man nur noch 8ent erhält. Außerdem gibt es Technologien, wo man die Autoakkus als Stromspeicher für sein Haus nutzen kann.

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