Welche Heizung passt zu mir?

Welches Heizsystem passt zu mir?

Hier kommt zuerst ein Überblick und in den weiteren Seiten, zeige ich euch noch detailliert, was die Vor- und Nachteile der einzelnen Heizungen sind. Dabei sind die Kriterien nicht nur Wirtschaftlichkeit, sondern auch örtliche Gegebenheiten bis zu Genehmigungen.

Heizkosten sparen.

Als ich 1995 meine Ausbildung zum Photovoltaik-Monteur gemacht habe, wurde mir zuerst eingetrichtert, dass man Strom sparen soll. Das gilt bis heute und ist auch für Heizungen wichtig. Heizkosten sparen fängt bereits mit dem Haus an. Weniger Fläche, mehr Dämmung, Solarthermie, oder das Schrägdach in Richtung Süden auslegen. Uns wurde damals das Haus mit KfW70 Standard angeboten, wir haben eines draufgesetzt und sind auf die KfW55 gegangen.

Ersparnis: Definitiv enorm. Für 210m² haben wir vielleicht 50€ / Monat Pelletkosten im Jahresdurchschnitt. Leider waren die letzten 2 Winter sehr dunkel, also wenig Sonne. Da haben die 5 Solarpanels nur wenig geholfen.

 

Heizungsarten:

Solide und bewährt, die Öl- und Gasheizungen.

Von allen Heizungen ist Gas die günstigste Heizung. Bewährte Technik, keine Lagerflächen, günstig in der Anschaffung und sie ist Wartungsarm. Gerade für Fertighäuser ohne Keller und mit kleinem Hausanschlussraum, ist sie eine gute Alternative. Allerdings ist Gas ein endlicher Rohstoff und CO2 Verursacher, was sich in den nächsten Jahren zu einem teuren Heizsystem entwickeln kann.

Tipp: Eine Heizung könnte man auch mit einem Kamin mit Wassertasche kombinieren und mit Holzscheiten heizen. Damit ist man etwas unabhängiger vom Gaspreis. Wenn ihr nicht gleich einen Kamin baut, vielleicht schon Wasserröhren blind reinlegen.

Bei den Ölheizungen sieht es ganz ähnlich aus, aber da braucht ihr Lagermöglichkeiten und es gibt dafür weitere Vorschriften. Daher ist eine Ölheizung in der Anschaffung teurer.

 

Pellet-, Holzscheite- und Hackschnitzelheizung

Wir haben lange gesucht und für uns eine Pelletheizung gefunden. Zum einem gibt sie einen Boni für die KfW55 Bauweise und zum anderen bekommt man sogar im Baumarkt die Pellets recht günstig. Da wir auch keinen Keller haben und nur einen recht kleinen Hausanschlussraum, haben wir einen Speicher für 23 Sack Pellets, was etwa 400Kg sind. Meist gibt es eine Tonne im Angebot und dann lagert man den Rest woanders. Klappt aktuell sehr gut.

Hackschnitzel ist ganz ähnlich, aber gibt es nicht als Sackware im Baumarkt und wir haben kaum Lagermöglichkeiten.

Holzscheite gibt es im Baumarkt, aber die brauchen viel Lagerfläche.

Mittlerweile gibt es kombinierte Heizungen, die zum Beispiel Pellets und Holzscheite verbrennen können. Ideal, wenn man selber Holz schlägt.

Nachteile: Anschaffungskosten sind recht hoch.

 

Wärmepumpe

Das war unsere Ursprungsidee, aber die haben wir schnell verworfen. Sie wird einem überall schmackhaft gemacht, aber sie braucht Strom als Basis. Gerade die letzten Winter waren sehr dunkel und dann heizt man fast völlig mit Strom. Dank EEG Umlage, wird Strom immer teurer und wenn dazu noch mehr Wärmepumpen und die Elektroautos kommen, wird Strom sogar deutlich teurer. Also im Winter ohne Sonne, wird’s nicht billig.

 

Rein mit Solarthermie heizen

Eine wirklich fantastische Idee, aber in unseren Breitengraden unsinnig. Zu groß ist die Abhängigkeit an die Sonne und zu tief die Temperaturen.

 

Heizen mit Elektroöfen.

Diese gibt es billig zu kaufen und die Ersparnis bei der Anfangsinvestition ist enorm. Unsere Heizung hat 44.000€ gekostet. Das macht an Abtrag und Zinsen im Monat einiges aus. Auf 20 Jahre gerechnet, sind das etwa 220-250€ im Monat. Dazu kommt, dass man keinen Schlotfeger braucht und keine Wartung braucht.

Aber der Strom wird teurer und wir mögen unsere Fußbodenheizung. Außerdem liegt der Wirkungsgrad bei nur 50% und die Umweltbelastung ist enorm hoch.