Digitalisierung auf dem Bau: Das sollten Bauherren wissen

Digitalisierung auf dem Bau: Das sollten Bauherren wissen

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Digitalisierung

Mittlerweile ist die Digitalisierung fast überall angekommen – auch im eigenen Zuhause. Das soll den technischen Anforderungen von heute und möglichst auch von morgen entsprechen. Und auch beim Bauen und Sanieren kann digitale Technik mehr Effizienz und geringere Baukostenbedeuten. Leider gibt es da ein Problem, denn die Baubranche hinkt in dieser Hinsicht vielerorts noch hinterher. Wer bauen oder modernisieren und dabei auf smarte Technologien setzen möchte, hat es deshalb nicht immer leicht. Oft ist hier von Bauherren Eigeninitiative gefragt.

Ansprechpartner sind nicht immer leicht zu finden

Intelligentes automatisiertes Heizen, sprachgesteuerte Geräte oder vernetzte, digitale Bauplanung – smarte Technologie bietet auch für das Eigenheim eine Menge interessanter Möglichkeiten. Wer sie beim Bau oder Umbau einsetzen möchte und nicht gerade selbst vom Fach ist, hat es aber mitunter schwer, einen geeigneten Ansprechpartner zu finden.

smart home im Haus


In der Baubranche und im Handwerk kommt der digitale Wandel nämlich nur zögerlich an. Insbesondere im Mittelstand ist er in vielen Betrieben noch ein Fremdwort. Viele Unternehmen verfügen noch nicht einmal über eine eigene Webseite. Damit vergeben sie Chancen und riskieren von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Denn immer mehr Kunden suchen Informationen und Kontakt zu Unternehmen heute zuallererst im Netz. Dort sind dann die Anbieter im Vorteil, die hier zeitgemäßes Marketing betreiben.

Eine eigene Webseite ist für suchende Kunden ideal, um sich über das Unternehmensprofil zu informieren und Kontakt aufzunehmen. Fortschrittliche Unternehmen gehen dabei häufig sogar noch einen Schritt weiter und setzen auf professionelle Unterstützung für ihr Onlinemarketing. Mithilfe von Agenturen wie PerformanceLiebe verbessern sie ihre Auffindbarkeit im Internet. Dabei spielt vor allem die Optimierung von Webseiten und Inhalten hinsichtlich der Platzierung bei entsprechenden Anfragen in Suchmaschinen eine Rolle. Fachleute sprechend dabei von SEO (Search Engine Optimization), bzw. Suchmaschinenoptimierung. Sie soll dafür sorgen, dass eine Webseite in den Ergebnissen von Suchmaschinen wie Google möglichst weit vorn landet. Das steigert die Chance auf viele Klicks und damit auf neue Kunden. Schon heute kann das entscheidend für den Geschäftserfolg sein und wird mit zunehmender

Digitalisierung immer wichtiger – auch im Handwerk.

Leider haben bislang längst nicht alle Unternehmen diesen Trend erkannt. Für interessierte Kunden sind deshalb viele Bau- und Handwerksunternehmen im Internet nicht oder nur schwer zu finden.
Und es gibt ein weiteres Problem, denn auch beim Knowhow in Sachen digitale Technik herrscht in Bau und Handwerk oft noch Ratlosigkeit.

Digitale Technik sorgt für effizientes Bauen

Sowohl bei der Ausstattung eines Gebäudes als auch im Planungs- und Bauprozess bietet digitale Technik viele Möglichkeiten. Ein interessantes Beispiel für Bauherren ist BIM. Das steht für Building Information Modeling. Mit dieser innovativen Methode werden alle Bauphasen in einem digitalen Modell erfasst und abgebildet. Die intelligente 3D-Planung kann sogar sehr exakte Ressourcen- und Mengenplanungen enthalten. Das Modell stellt für alle Beteiligten am Bau die Arbeitsbasis dar und bietet Orientierung. Sowohl Planer als auch ausführende Betriebe aller Gewerke können anhand derselben umfassenden digitalen Vorlage arbeiten. So lässt sich exakter Planen und effizienter Bauen. Für alle Beteiligten und insbesondere natürlich auch die Bauherren kann das eine Ersparnis von Zeit und Geld bedeuten.


Die BIM-Methode kommt zwar immer häufiger zum Einsatz, ist aber noch längst kein Standard. Stattdessen herrscht trotz entsprechender Nachfrage bei vielen Betrieben Unsicherheit. Das betrifft das konkrete Arbeiten mit der Methode, aber auch damit verbundene Verantwortlichkeiten. Vornehmlich ausführende Betriebe tun sich mit der digitalen Bauvorlage noch schwer, während sie von Planern bereits häufiger genutzt wird.
Das ist aber nur ein Beispiel für das Potenzial von Digitalisierung beim Bau. Relativ häufig zum Einsatz kommen bereits mobile, digitale Endgeräte. Sie sorgen beispielsweise für sehr exakte Möglichkeiten bei der Aufmaßerstellung oder für detaillierte Prüfverfahren. Auch die Arbeitszeiterfassung auf der Baustelle erfolgt immer häufiger mobil und digital.


Digital vernetzte Kommunikationsmöglichkeiten bieten ebenfalls viel Spielraum für bessere Bauabläufe. Ein schneller, virtueller Austausch von Bauplänen oder Formularen kann beispielsweise vieles beschleunigen.
Für Bauherren kann es also durchaus vorteilhaft sein, sich nach Unternehmen umzuschauen, die zeitgemäße technische Möglichkeiten nutzen.



Smart Home: das digitale Eigenheim


Für Bauherren ist nicht nur interessant, was die Digitalisierung beim Bau bedeuten kann. Auch das Endergebnis selbst soll für die Zukunft gerüstet sein. Smart Home ist deshalb ein Stichwort, das aktuell viele Interessierte beschäftigt. Wie sieht die Digitalisierung zu Hause aus? Was bringt sie und wie viel Technik ist wirklich sinnvoll?
Im sogenannten Smart Home agieren verschiedene Digitalgeräte vernetzt und meist automatisiert. Die Steuerung erfolgt oft per Sprachbefehl oder auch per App, wodurch Geräte auch aus der Ferne bedient werden können. Komfort, Sicherheit und Effizienz des Eigenheims verbessern sich durch den Technologieeinsatz. Das Spektrum möglicher Einsatzbereiche ist dabei sehr groß. Von intelligenter, automatisierter Heizung und Belüftung bis hin zum Fütterungsautomaten mit App-Steuerung für das Haustier ist eine Menge möglich.

Wie ausführlich die Digitalisierung des Eigenheims ausfallen soll, hängt natürlich von den eigenen Wünschen und dem verfügbaren Budget ab. Aber auch die baulichen Voraussetzungen sollten beachtet werden.


Prinzipiell ist es natürlich möglich, bestehende Bauten mit Smart-Home-Technik auszurüsten. Gerade bei älteren Bestandsbauten kann das aber manchmal etwas aufwändiger sein. Eine größere Hürde stellen beispielsweise häufig fehlende Kabelschächte und Stromanschlussmöglichkeiten dar.
Wer Smart-Home-Technik in größerem Ausmaß in ein älteres Haus integrieren möchte, tut das also am besten im Zuge einer Sanierung.
Wer neu baut, hat besonders freizügige Möglichkeiten in Sachen Smart Living. Rechtzeitiges Einplanen entsprechender Technik ist allerdings nötig. Auch wenn die eigentliche Smart-Home-Technik erst später eingerichtet werden soll, um zum Beispiel das Budget zu entlasten, werden die passenden Voraussetzungen idealerweise schon in der Bauphase durch Verkabelungen, Schächte und Freiräume für technische Anlagen geschaffen. Bauherren informieren sich am besten rechtzeitig über mögliche Komponenten und Funktionen.

Last Updated on Juli 7, 2022 by Scope242