Tiny House Grundstücke – 10 Tipps wie du sie findest

Tiny House Grundstücke – 10 Tipps wie du sie findest

Grundstück finden
Grundstück finden

Wie findet man Grundstücke für Tiny Häuser?

Der Traum vom Tiny House scheitert in Deutschland selten am Haus selbst, sondern meist an der Suche nach dem passenden Fleckchen Erde. Während das Haus oft innerhalb weniger Monate steht, kann die Suche nach dem legalen Standort eine echte Odyssee sein. Wer sich auf den Weg macht, muss verstehen, dass ein Tiny House baurechtlich kein „Wohnwagen“ ist, sobald man darin dauerhaft lebt, sondern eine bauliche Anlage.

Wie funktioniert die Grundstückssuche für Tiny Häuser in der Praxis?

Ob bei mir oder in Gesprächen, zuerst suchen alle sich schöne Tiny Häuser und dann fängt man an ein Grundstück zu suchen. Telefonieren, chatten, Nachrichten schreiben und eventuell erste Besichtigungstermine. Du forsten Kleinanzeigen und Google ab, kommst aber nur schwer weiter. Aber es gibt Hoffnungsschimmer.

Dann merkst du, den Besichtigungstermin hätte man sich sparen können. Die Gründe sind vielfältig, aber meist werden Dinge nicht genannt, schlecht beschrieben oder bewusst kaschiert. Ein Beispiel: Die Hausanschlüsse liegen „beim Grundstück“ oder „in Grundstücksnähe“ und man stellt fest, dass es doch weiter weg ist, als man denkt oder entlang einer Hauptstraße aufgebaggert werden muss. Oder die gesellige Anlage entpuppt sich als Legebatterie mit den kleinesten möglich Abstände. Wenn einer Fußball schaut, hört der ganze Platz mit. Von anderen Geräuschen ganz zu schweigen.


1. Pacht vs. Kauf: Eine Frage der Philosophie und des Budgets

Die Entscheidung zwischen Pacht und Kauf ist die erste große Weichenstellung. Beide Modelle haben spezifische Vor- und Nachteile, die weit über den Preis hinausgehen.

Das Grundstück kaufen: Maximale Sicherheit

Wer ein Grundstück kauft, schafft sich eine dauerhafte Basis. In Zeiten steigender Bodenpreise ist dies eine solide Wertanlage.

  • Vorteile: Sie sind Herr im Haus (und auf dem Land). Niemand kann Ihnen wegen Eigenbedarfs kündigen. Sie können das Grundstück nach eigenen Vorstellungen gestalten – vom Permakulturgarten bis zur Solaranlage.
  • Herausforderungen: Die Anschaffungskosten sind hoch. Neben dem Kaufpreis fallen Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklergebühren an. Zudem ist es oft schwierig, kleine Grundstücke zu finden, die für ein Tiny House wirtschaftlich sinnvoll sind; viele Baugrundstücke sind schlicht „zu groß“ und damit zu teuer für das minimalistische Konzept.

Das Grundstück pachten: Flexibilität und geringere Kosten

Die Pacht ist das klassische Modell für Tiny-House-Siedlungen oder Standplätze auf Resthöfen.

  • Vorteile: Die Anfangsinvestition ist deutlich geringer. Man bleibt mobil – ein Kernversprechen der Tiny-House-Bewegung. Oft sind Pachtgrundstücke bereits teilerschlossen.
  • Herausforderungen: Pachtverträge sind oft zeitlich begrenzt. Zudem ist die Finanzierung eines Tiny Houses auf einem Pachtgrundstück schwieriger, da Banken keine Grundschuld eintragen können. Ein wichtiger Sonderfall ist das Erbbaurecht: Hier pachtet man das Land meist für 99 Jahre. Das bietet fast die Sicherheit eines Kaufs, ist aber in Deutschland für Privatpersonen bei Kleinstflächen selten.

2. Was sagt der Bebauungsplan über mein Tiny House Grundstück aus?

Egal ob Kauf oder Pacht: In Deutschland darf man nicht einfach dort wohnen, wo es schön ist. Das Zauberwort heißt Erschließung und Bebaubarkeit.

Der Innenbereich (§ 34 BauGB)

Liegt das Grundstück innerhalb einer geschlossenen Ortslage ohne Bebauungsplan, muss sich das Tiny House in die „Eigenart der näheren Umgebung“ einfügen. Das ist oft die größte Hürde: Wenn drumherum nur zweigeschossige Satteldachhäuser stehen, kann ein moderner Container-Look abgelehnt werden.

Der Bebauungsplan (B-Plan)

Viele Gemeinden haben explizite Bebauungspläne. Darin ist bis ins Detail geregelt, was erlaubt ist:

  • Dachform und -neigung: Ein Flachdach-Tiny-House ist in vielen Gebieten mit vorgeschriebener Satteldachpflicht nicht genehmigungsfähig.
  • Mindestmaße: Manche Pläne schreiben eine Mindestgröße für Wohngebäude vor (z. B. 60 $m^2$). Ein Tiny House mit 25 $m^2$ wäre dort illegal.
  • Baulinien und Grenzabstände: Auch ein kleines Haus muss meist 3 Meter Abstand zum Nachbarn halten.

Pro-Tipp: Suchen Sie gezielt nach „Sondergebieten für Tiny Häuser“ oder „Wochenendhausgebieten“. Letztere erlauben oft das Wohnen, sofern die Gemeinde die Erstwohnsitznahme dort duldet oder explizit genehmigt. Eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt ist vor jedem Kauf oder Pachtvertrag unerlässlich.


3. Tiny House Grundstücke bei Kleinanzeigen finden

Plattformen wie Kleinanzeigen sind mittlerweile die wichtigste Börse für Tiny-House-Flächen geworden, da klassische Immobilienportale oft keine passenden Kategorien für Kleinstflächen haben.

Die richtige Suchstrategie

Suchen Sie nicht nur nach „Tiny House Grundstück“. Viele Anbieter nutzen Begriffe wie:

  • „Gartenpacht mit Option“
  • „Bauplatz für Mobilheim“
  • „Freizeitgrundstück mit Baugenehmigung“

Tipps für die Nutzung von Kleinanzeigen

  1. Suchaufträge anlegen: Der Markt ist extrem schnelllebig. Lassen Sie sich sofort benachrichtigen, wenn neue Anzeigen mit Ihren Schlagworten online gehen.
  2. Aussagekräftiges Gesuch schalten: Inserieren Sie selbst! Viele Landwirte oder Besitzer großer Gartengrundstücke kommen erst auf die Idee zu verpachten, wenn sie ein seriöses Gesuch lesen. Beschreiben Sie sich kurz (Beruf, Alter, Lebensstil) und betonen Sie, dass Sie eine ökologische und ruhige Wohnform suchen.
  3. Vorsicht bei „Freizeitgrundstücken“: Oft werden billige Grundstücke als „ideal für Tiny Houses“ angepriesen. Wenn diese im Außenbereich (Wiese, Wald, Feld) liegen, ist dauerhaftes Wohnen dort in 99 % der Fälle verboten. Lassen Sie sich nicht von schönen Fotos blenden, sondern fragen Sie direkt nach dem Status im Flächennutzungsplan.

Fazit und nächster Schritt

Die Suche nach einem Grundstück erfordert Geduld und juristisches Grundwissen. Ob Kauf oder Pacht – ohne den Segen des Bauamts bleibt der Traum vom kleinen Haus ein riskantes Provisorium.

Bodenplatte bei Massa nehmen oder lieber regional vergleichen?

Bodenplatte bei Massa nehmen oder lieber regional vergleichen?

Bodenplatte von Massa Haus?
Bodenplatte von Massa Haus?

Massa Haus Bodenplatte

  1. Bodenplatte bei Massa nehmen oder lieber regional vergleichen?

Die Bodenplatte ist eine beliebte Option beim Kauf eines Massa Hauses, da man so alles aus einer Hand hat und nur den Innenausbau und Erdarbeiten benötigt. Klingt bequem, aber ihr werdet gleich am Beispiel sehen, dass euch das 30-45.000€ bei dem Baukredit mehr kosten kann, als eine Bodenplatte aus der Region. Es kann auch sein, dass sich ein Massa Haus Angebot im allgemeinen Schnitt bewegt, daher IMMER vergleichen! Das hier ist nur ein Beispiel und gilt nicht allgemein.

2. Wichtig: Worauf beim Kauf achten?

  • Lest genau das Angebot und die Bau- und Leistungsbeschreibung
  • Ist das Bodengutachten dabei? ( oder gibt es vielleicht ein Bestehendes beim Bauamt oder dem Grundstücksverkäufer?)
  • Ist das Schnurgerüst dabei?
  • Ist der Druckplattentest dabei?
  • Sind Verrohrung und Mehrsparteneinführungen dabei?
  • Schaut auch, ob das vielleicht eine Thermoplatte / Perimeterdämmung dabei ist
  • Achtet auch auf die Angebotsdauer, ob das überhaupt im Zeitrahmen abgewickelt werden kann
  • Achtet darauf, dass es ein Angebot ist und kein Kostenvoranschlag. Letzterer darf bis zu 20% abweichen.

3. Was kostet eine Bodenplatte bei Massa Haus?

Zuerst müsst ihr wissen, Massa Haus macht die Bodenplatten nicht selber, sondern nutzt externe Firmen wie Glatthaar oder Fenger. Beides sind solide Firmen für Bodenplatten und am Markt bekannt. Für Bauherren ist das erst einmal gut.

Eine Standard-Bodenplatte liegt bei Massa Haus im Bereich von 20 – 45.000€, je nachdem welche Größe und was vor Ort noch gemacht werden muss. Dazu kommt meist noch Bodengutachten, Druckplattentest und Schnurgerüst. Ebenfalls wichtig, ist die Verrohrung. Schaut da genau, was euch in der Bau- und Leistungsbeschreibung angeboten wird.

Bodenplatte Preise bei Massa Haus

Zum Vergleich allgemeine Preise aus der KI Ausgabe

Das soll euch bei Bodenplatten allgemein helfen, wenn man euch die Preise sagt.

  • Preis normales Bodengutachten 500-1.000€
  • Preis Bodengutachten mit Keller oder bei schwierigem Gelände 1.000 – 2.500€
  • Druckplattentest etwa 500-700€, je nach Messpunkten
  • Schnurgerüst etwa 700€
  • Verrohrung ist sehr unterschiedlich, da es ja unterschiedlich viele Abflüsse braucht. Rechnet mal mit gut 1.000€

Meine Anfrage bei meinem regionalen Ansprechpartner blieb ergebnislos. Ich wollte den Preis für die 14.01S Bodenplatte für die Bank, also das was man als Bauherr macht um zu schauen, ob eine Finanzierung möglich ist. Da wollte man dann gleich Kontaktdaten, wo man baut, wann man baut und ob man schon einen Massa Ansprechpartner hat. In der Phase hat man allgemein weder ein Grundstück für das Wo, noch einen Bautermin.

Was danach kam veröffentliche ich nicht, da kommt eher ein Video.

4. Preise für eine Bodenplatte im Vergleich

Da ich also keine Preise bei Massa bekomme und auch bei Google nicht wirklich etwas gefunden habe, ging ich auf Suche.  Ich habe ein altes Angebot von einem Bauherrn gefunden, aber die exakten Daten veröffentliche ich nicht. Die Daten sind sehr genau gerundet. Etwa 3 Jahre alt, aber passt in etwa. Nimmt man etwas Inflation rein, sind das 45.000€ für 162m². Dies entspricht etwa 280€ /m².

Kosten für eine Bodenplatte bei Massa Haus: 280€ / m²*

*Preise können bei den Häusern abweichen

Der Bodenplattenrechner

Ein toller Tipp aus der Community war der Bodenplattenrechner unter: https://hausbaufirma.com/bodenplatte/ der auch sehr gute Informationen bereit hält. Kann ich euch nur empfehlen!

Dort habe ich die 160m² eingebeben, die Standard Bodenplatte und dazu mittlere Bodenbeschaffenheit. Haltet euch fest:

21.160€ oder 132€ / m²

Gegenüber den knapp 45.000€, reden wir hier von einer Ersparnis von sage und schreibe ca. 24.000€. Selbst wenn es nur 20 oder 22.000€ sind, eine krasse Ersparnis. Umgerechnet auf euren Hausbau Kredit, wo sich durch Zinsen alles verdoppelt, wären das 40 – 48.000€ weniger die ihr abzahlen müsst. Selbst bei kleineren Bodenplatten könnt ihr also 20-40.000€ sparen.

Als wir 2017 gebaut haben, haben wir eine etwa 150m² Bodenplatte gebraucht und die kostete 18.000€ bei Massa Haus, zzgl. Druckplattentest, Verrohrung und Schnurgerüst. Also etwa 20.000€.

Gibt es Bodenplatten bei Massa Haus im Angebote?

Ab und zu sind die Bodenplatten im Angebot und werden für 50% beworben. Die gibt es natürlich nur mit der passende Haushülle. Wie schon mehrfach erwähnt, finde ich die Haushüllen mittlerweile sehr teuer. Außerdem versucht man natürlich auch die anderen Pakete bis zu fast bezugsfertig zu verkaufen. Ich würde das nicht machen und regional vergeben.

Kann ich Massa Haus als Anbieter empfehlen?

Fertighaus - Mad baut

Jein. Wenn ihr eine der Haushüllen im Angebot bekommt, dann wäre das ein sinnvoller Start und die könnt ihr nehmen. Diese sind solide und ist ja auch das Kerngeschäft. Alles andere würde ich NIE nehmen! Ist seht den Preis bei der Bodenplatte, ich habe hier ein Angebot Photovoltaik von 32.000€, was auch ein sportlicher Preis für ne 10 – 10er PV ist. Und dazu viele intransparente Preise, die man nicht am Markt vergleichen kann. Eine Firma macht Angebote nach ihren Kosten, daher müsst ihr auch am Markt vergleichen.

Mein Tipp: Schaut nach regionalen Anbietern oder geht die Focus Money Liste durch.

Hausbaukosten als eBook

hausbaukosten
hausbaukosten

Baukosten aus Sicht des Bauherren

Gleich zu den 2 eBooks

Leseprobe >>

Nichts vergessen?! Als Bauherr habe ich schnell gelernt:

  1. Alles was man vergisst, kostet später deutlich mehr Geld.
  2. Der Nachverkauf ist oft kalkuliertes Zusatzeinkommen für die Firmen.
  3. Ein Verkäufer ist nicht dein Freund, er berät dich nicht wirklich, sondern ist nur am maximalen Gewinn interessiert. Denn du baust ja nur einmal.
  4. Nichts ist schlimmer, als Geldmangel zum Bauende und eine Nachfinanzierung.

Die PDFs werden DIR helfen, nichts zu vergessen!


Hier geht es zu den Baukosten, der Tabelle und Tipps: https://www.digistore24.com/product/416058  für nur 25€*


* Das ist ein eBook als PDF zum Download und kein Buch. Laut amerikanischen Vorschriften, gibt es für Produkte eine 60 Tage Rückgabeoption mit Geld zurück.

Ihr wollt wissen was für Kosten beim Hausbau auf euch zukommen? Ihr WOLLT natürlich genau wissen, welche Kosten das Detail sind und nicht nur die üblichen Verdächtigen. Oder wisst ihr, was ein Druckplattentest ist? Nachträgliche Vermessung oder das man sich evtl. am Wassernetz beteiligen muss?

Ja, es geht auch um die unerwarteten Kosten. Ich habe es als Bauherr erlebt, wie man einem günstige Preise anbietet und dann kam der Nachverkauf und die Scheine rinnen einem durch die Finger.

Auf 34 Seiten habe ich alles aufgelistet, was etwas kostet und gebe auch Tipps ob man es selber machen kann, oder auch mal günstiger bekommt.

Das bekommst du im Detail:

  • Kosten der Vorbereitung
  • Grundstückskosten und Nebenkosten
  • Indirekte Nebenkosten die nicht zur Wertschöpfung beitragen
  • Tiefbau
  • Bodenplatte / Keller
  • Haushülle
  • Handwerker
  • Material
  • Innanausbau
  • Außenanlage
  • Unerwartete Kosten

Zusätzlich:

  • Baukosten als Tabelle zum ausfüllen mit etwa 130 Positionen. Hier könnt ihr ankreuzen was ihr braucht, was es kosten soll und gekostet hat.
  • Neu: Alle Förderungen von KfW bis Wohn-Riester
  • Neu: Tipps für die Bank
  • Neu: Checkliste Erdbauarbeiten



Elektro Hausanschluss

Elektro Hausanschluss

Bauvorbereitung| Details zum Hausanschluß Elektrik

Kurzform: Was kostet der Hausanschluß, was kann man selber vorbereiten und wer macht ihn eigentlich?.

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Miet-WC für den Hausbau

Miet-WC für den Hausbau

Bauvorbereitung| Muss es wirklich das Original sein?

Kurzform: Muss es das Original sein oder doch lieber ein regionaler Anbieter? Wir haben mal auf etwas regionales gesetzt und wie das gelaufen ist, erfahrt ihr hier.

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Baustrom – Was braucht man wirklich?

Baustrom – Was braucht man wirklich?

Bauvorbereitung| Alternative zum Baustrom

Kurzform: Braucht man wirklich bei einem Fertighaus einen Baustromverteiler? Was kostet er und welche Alternativen gibt es? Ja, da lässt sich auch einiges sparen und daher auch Vorsicht, wenn das der Hausanbieter anbietet.

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Bauwasser und die Alternativen

Bauwasser und die Alternativen

Bauvorbereitung| Alternative zum Bauwasser

Kurzform: So wirklich viel Bauwasser haben wir gar nicht gebraucht und hauptsächlich haben die Jungs von der Bodenplatte und die Verputzer ihre Werkzeuge gereinigt. Geht es da auch anders / billiger?

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Erbpacht beim Hausbau

Erbpacht beim Hausbau

Kurzform: Du wirst bei der Erbpacht von der Kirche hinters und nicht ins Licht geführt. Daher Vorsicht bei der Erbpacht und den Bedingungen in den Verträgen.

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Viel sparen beim Erdaushub

Viel sparen beim Erdaushub

Kurzform: Sicherlich braucht es etwas Vorbereitung und man muss Glück haben, aber die Einsparung beim Erdbau / Bodenaustausch können enorm sein. Bei uns waren das sicherlich 8-10.000€ und wie das geht, erfahrt ihr hier.

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Kostenfalle Finanzen

Finanzen

Welche probleme und Fallen gibt es im Finanzbereich?

– Bereiche –

[ Vorbereitung] [ Finanzen ] [ Bauphase ]

Einleitung

Ging es im ersten Teil um die Vorbereitungen, kommt nun die Finanzplanung und welche unerwarteten Fallen hier auf den Bauherrn lauern. Es reicht eben nicht mal einfach zur Bank zu gehen. Worauf ihr achten müsst und was ihr vermeiden solltet, darum geht es hier im Beitrag zu den Finanzen.

Finanzen und Verträge

PS: Das Kaffeephänomen: Kaffee und ein nettes Gespräch sollen vor allem…. ablenken. Ablenken von Sorgen, ablenken von ungewollten Verhandlungen und eine Art Wohlfühlblase schaffen. S T O P >>> Das ist ein knallhartes Geschäft und ihr zahlt für jeden Fehler!  Macht alle Geschäfte in Ruhe, sprecht es unter 4 Augen durch, schlaft eine Nacht drüber oder noch besser, lasst eine dritte Person oder Experten drüber schauen.

Video zum Beitrag

  • Keine eigene Schufa eingeholt

Die Schufa Daten sind oft die Grundlage für das Scoring und somit auch Berechnungsgrundlage für den Kreditzins. Die Bank schätzt damit das Risiko ab. Stehen dort noch alte Kredite drin, können die Zinsen deutlich höher werden. Bei uns waren da noch 2 uralte Sachen drin. Lasst diese vor dem Banktermin löschen, sonst denken die, ihr hättet noch weitere Belastungen.

  • Unterschriebenen Bauvertrag wieder kündigen

Mittlerweile habe ich deswegen schon Videos gemacht, wann man einen Bauvertrag unterschreibt. Auch wenn man euch über Zusatzvereinbarungen lockt, euch das noch so schmackhaft macht oder besonders beliebt…. unter Zeitdruck setzt, klärt vorher Kredit, Grundstück, Lage des Grundstücks, Bebauungsplan und danach wird erst der Hausvertrag gemacht. Vertragsstrafe können durchaus 10% sein. Es gibt Klauseln, wo ihr wieder hinaus kommt, aber auch fiese Tricks. Beispiel: Eine Baufamilie unterschreibt mit Rücktrittsklausel, falls sie keinen Kredit bekommt. Sie bekommt aber keinen Kredit oder nur zu extrem hohen Zinsen und gibt das Hausbau Projekt auf oder will es verschieben. Man will aus dem Vertrag raus, aber die Partnerbank macht ein Angebot zu sehr hohen Zinsen. Die Baufamilie weiss, dass sie sich das eigentlich nicht leisten kann und will diesen Kredit nicht. Dennoch ist der Vertrag erfüllt.

  • Baunebenkosten / Gebühren

Nicht nur das Grundstück kostet Geld. Zugegeben, der Begriff Baunebenkosten verwirrt etwas. Vielleicht wäre Kaufnebenkosten der bessere Begriff. Denn man fasst die Nebenkosten vom Kauf einer Immobilie ( Grundstück oder Haus ) zusammen. Diese betragen etwa 6-11% und sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Baunebenkosten sind: Grundsteuer ( etwa 3,5 – 6% ), Makler ( etwa 3,57% ), Notar und Grundbucheintrag. Diese Beträge können N I C H T vom Baukredit bezahlt werden, da diese nicht zur Wertschöpfungskette beitragen. Durch die hohen Grundstückspreise, sind die Baunebenkosten ein großer Faktor geworden.

  • Kreditvermittler kann Geld kosten

Normalerweise wird der Kreditvermittler von der vermittelten Bank bezahlt und erhält so sein Honorar. Es kann aber auch sein, dass im Vertrag ein Honorar steht, dass man nach einer erfolgreichen Vermittlung zahlen muss. Auch wenn die Vermittlung nicht geklappt hat, können evtl. tatsächlich entstandene Kosten abgerechnet werden. Klärt das bevor ihr etwas unterzeichnet.

  • Kredithöhe, Sondertilgung und Reserve

Man sollte nicht zuviel Kredit aufnehmen, aber auch nicht zu wenig. Beides kostet Geld. Nimmt man zu wenig, kommt die teure Nachfinanzierung. Nimmt man zu viel, zahlt man Strafgebühren. Daher lieber weniger und dazu die Reserveoption. Sondertilgungen sollten ohne Zinsaufpreis möglich sein und helfen euch bei der Tilgung und Umschuldung! Die Reserveoption ist eine Art Puffer, wenn ihr doch mehr Geld braucht und man bekommt es zum gleichen Zinssatz wie der Baukredit. Schaut in mein ausführliches Video.

  • Bereitstellungszinsen

Was passiert eigentlich mit dem Geld, wenn es zur Verfügung steht und es nur auf der Bank liegt, während man plant und baut? Zuerst hat man eine kostenfreie Anlauffrist und danach wird es teuer. Man zahlt Strafzinsen, den sogenannten Bereitstellungszins.  Der ist deutlich höher als der Kreditzins und kann 3% betragen. Habt ihr also 1 Jahr nach der Anlaufphase 200.000€ eures Kredites nicht abgerufen, sind das eben mal schlanke 6.000€. ABER dennoch solltet ihr nicht für Leistungen zahlen, die noch nicht erbracht sind. Da war letztens erst wieder der Fall, dass eine Firma danach Insolvent war.

  • Falscher Ablauf für die Förderungen

Das kann sich immer mal ändern, daher gebe ich hier keine Tipps. Fragt die BEG oder den Energieberater, welche Schritte ihr wann machen müsst. Vor allem fragt, B E V O R ihr Bauaufträge auslöst! Das ist aktuell Bedingung. Also Angebot einholen >> Bei der BEG einreichen >> Nach! der Antwort unterschreiben oder was auch immer die BEG noch will, erfüllen.  Stand Januar 2021 – ABER kann sich ändern!

  • Zu kurze Zinsbindung

Die unglaublich niedrigen Zinsen sind für Banken ein Problem und die Sollzinsbindung ist ein Zockergeschäft. Wir haben unter 1% und die Banken hoffen, dass diese steigen und wo sollten die Zinsen auch noch hingehen? Also wollen Banken lieber eine kurze Zinsbindung und hoffen, dass in 5 oder 10 Jahren der Zins zu ihren Gunsten steigt. Daher bekommt man für kurze Zinsbindung bessere Zinsen, als für längere. Die Banken zocken also und ihr bezahlt für eine mögliche Zinserhöhung. Eigentlich dreist… Ihr solltet dennoch mindestens 10 oder 15 Jahre nehmen. Der Aufpreis für 0,1% Zinsen können durchaus 5.000€ mehr Zinsen sein. Bekommt ihr gute Angebote für 15, 20 oder gar 25 Jahre, rechnet sie durch und nehmt sie. Sofern es sich lohnt.   Nehmt dazu ruhig einen Online Zinsrechner.

  • Nachfinanzierung

Kaum ein Bauherr schafft es im Budget zu bleiben. Einige haben sicherlich genug Reserven, aber manchmal reichen selbst diese nicht. Die Nachfinanzierung ist ein super Geschäft für die Bank, denn da gibt es deutlich mehr Zinsen. In unserem Fall fast das 3fache. Wir haben einen Mischzins von 1,1 % und Nachfinanzierung 3%. Verucht eine Reserveoption gleich beim Baukredit abzuschließen. Da gilt dann der Zins des Baukredites.

  • Muskelhypothek zu hoch angesetzt

Die Muskelhypothek ist eine wirklich tolle Sache. Sie senkt die Baukosten, ebenso den Zins und damit sind die monatlichen raten kleiner und man zahlt kürzer ab. Aber wehe man verschätzt sich. Da können Rermine platze, Bauverzögerung, es kommen Bereitstellungszinsen dazu…. Überlegt euch gut wie hoch ihr den ansetzt und was ihr selber machen könnt. Habt vor allem einen Plan, wenn es zeitlich aus dem Ruder läuft. Oft helfen auch mal tageweise Freunde oder Bekannte.

  • Versicherungen / Bauherren Rechtsschutz

Bei uns waren die Versicherungen beim Kauf der Haushülle vorbei, aber oft hat man diese nicht auf dem Radar. Vergleicht vorher und fragt nach Paketen. Da sind dann alle Versicherungen drin, die man so braucht. Aber eine ist nicht dabei, die Rechtsschutz. Da auf dem Bau immer was passieren kann, solltet ihr euch das überlegen. Die Konditionen sind zwar nicht so toll, aber Rechtsstreitigkeiten in dem Bereich teuer und langwierig.

  • BG Bau

BG Bau ist Wächter der Unfallverhütungsvorschriften und agiert auch ähnlich einer Versicherung. Wenn euch Freunde / Bekannte beim Hausbau helfen, müsst ihr dafür etwa 2€ / Stunde zahlen. Es gibt tatsächlich noch einen Ost- und Westtarif… Daher müsst ihr ein Bautagebuch führen. Sobald ihr euer Bauvorhaben beim Bauamt anmeldet, bekommt auch die BG Bau die Unterlagen und kommt auch kontrollieren.  Allerdings wenn etwas passiert, sind eure Freunde / Bekannte abgesichert. Allerdings muss man die UVV einhalten.

  • Unnütze Verträge / Versicherungen

Wozu braucht man eine Restschuldbefreiung, wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat? Das ist doppelt gemoppelt und wird deswegen gemacht, weil es kaum zu einer Auszahlung kommt und die Vermittler etwa die Hälfte des Geldes an Provision bekommen. In England sind diese Verträge seid Jahren als Sittenwidrig eingestuft. Ob sich das für euch lohnt oder die bessere Option zur BU ist, müsst ihr aber selber prüfen und eine Entscheidung treffen.

Kostenfallen

Kostenfallen beim Hausbau

33 Kostenfallen, die sehr teuer werden können

  – Bereiche –

[ Vorbereitung ] [ Finanzen ] [ Bauphase ]

Einleitung

„Das müssen wir so machen“, „Das steht nicht im Angebot“ oder „Leider haben sich Komplikationen ergeben“ sind Sätze, wo man 1.) oft nichts gegen machen kann und 2.) sehr teuer sind. Bei jedem dieser Gespräche wird dein Puffer weniger und je weiter er geschmolzen ist, desto mehr macht sich dieses unwohle Gefühl im Nacken breit. Unweigerlich kommen dir dann Fragen in den Sinn wie „Wussten die das nicht vorher?“, „Konnten die uns das nicht sagen?“, „Reichen unsere Reserven?“ oder noch schlimmer „Woher sollen wir das noch bezahlen?“ und dann kommt oft der Satz, ja machen wir und man denkt sich, wir schaffen das schon.

Studie: Interhyp / Wohntraumstudie :  41 Prozent der Bauherren lagen beim Hausbau bis zu zehn Prozent über ihrem angepeilten Kostenrrahmen. Bei 27 Prozent betrugen die Mehrkosten 10 – 30 Prozent und manche sogar noch darüber.

Video zum Beitrag

Vorbereitung / Logistik

  • Schlechte Beratung
  • Formulierungen im Vertrag Knebelverträge  https://www.vzhh.de/themen/bauen-wohnen-energie/kauf-bauvertraege-oft-knebelnden-klauseln
  • Angebote kosten auch Geld
  • Bau- und Leistungsbeschreibung nicht gelesen oder verstanden
  • Bauvorschriften nicht beachtet
  • Architekt / Schneelast / Traglast
  • Grundstück und der Bebauungsplan
  • Straßenbauumlage / Erschließungsbeitrag
  • Zeitplan / Bereitstellungszisen / Hotel
  • Bemusterung – Teure Zusatzwünsche
  • Sprit, Essen, Handwerkerverpflegung
  • Wasserbeteiligung
  • Nachträgliche Vermessung

Finanzen

  • Baunebenkosten / Gebühren
  • Kredithöhe, Sondertilgung und Reserve
  • Bereitstellungszinsen
  • Falscher Ablauf für die Förderungen
  • Zu kurze Zinsbindung
  • Nachfinanzierung
  • Muskelhypothek zu hoch angesetzt
  • Versicherungen / Bauherren Rechtsschutz
  • BG Bau

Bauphase

  • Eigenleistung überschätzt / Bauverzögerung
  • Außenanlage knapp kalkuliert
  • Erdbau zu knapp kalkuliert
  • Überraschungen nach dem Bodengutachten
  • Keller als Geldgrab
  • Revisionsschacht
  • Ringerder
  • Schlechtes Wetter/ Baustop
  • Verdeckter Baupfusch / Baubegleitung
  • Viele kostenpflichtige Anfahrten
  • Konkurs der Baufirmen

Unterschied Kostenvoranschlag und Angebot

Tatsächlich ist das ein riesiger Problem, da es rechtliche Vorgaben gibt. Ich möchte euch das an Anfang gleich erklären, weil alles beim Hausbau beruht auf Angeboten und Kostenvoranschlägen.

Was bedeutet Kostenvoranschlag?

Der Gesamtpreis ist eher eine Schätzung und beruht auf Erfahrungen. Er ist also nicht zwingend bindend, was zu der vielleicht größten Kostenfalle werden kann. Dabei gibt es keine direkte Vorgabe, wieviel der Auftragnehmer über den Kostenvoranschlag hinausschießen darf. Ich habe noch die 10% Regelung im Kopf, bevor der Bauherr zustimmen muss. Tatsächlich  darf der Auftragnehmer bei unwesentlichen Mehrkosten selber entscheiden und der Bauherr hat kaum Chancen nein zu sagen. Aber was hei?t „unwesentlichen Mehrkosten„? Ansich spricht man von einem Bereich von 10-20% über dem Budget, aber auch 25% sind möglich, da das nicht definiert ist. Lasse ich mir eine Haushülle für 100.000€ hinstellen, könnte die auch 125.000€ kosten und man kann nicht wirklich etwas dagegen machen. Der Kostenvoranschlag ist detailiert mit Leistungen und kann in Rechnung gestellt werden.

Aber:

Nach den 25% gibt es andere Regelungen – Kurzform.

  • Die Überschreitung ist sofort dem Bauherrn zu melden
  • Kann dem Auftragnehmer eine Schuld am zu niedrigen Kostenvoranschlag nachgewiesen werden, kann er ggf. auch haften.
  • Es gibt ein außerordentliches Kündigungsrecht
  • Dann muss die bisherige Leistung gezahlt werden
  • Nutzt man das nicht, wird der tatsächliche Vergütung fällig

Siehe: IHK Kostenvoranschlag

Was ist ein Angebot?

Das ist ein verbindlicher Preis für eine Leistung. Wenn ich ein Angebot annehme, dann muss der Auftragnehmer das auch zu diesem Preis erledigen. Bei uns ist daher die Bau- und Leistungsbeschreibung wichtig, da dort alle Leistungen aufgeführt sind. Steht dort etwas nicht drin oder wurde vergessen, kostet es normalerweise extra.

Kostenfallen Bauvorbereitung

  • Schlechte Beratung

Fast alles was nach Beratung aussieht, ist der Verkauf eigener Produkte. Das ist normal, daher darf man sich nicht vorschnell zu einer Unterschrift bewegen lassen. Eine Bank verdient so gut wie nix an Förderungen, hat aber das Ausfallrisiko. Warum sollte sie dir also eine BEG Förderung vorschlagen? Das liegt immer im Bereich des Bauherren, sich umfassend zu erkundigen. Leider ist das bei vielen Sachen so, die ihr für den Hausbau braucht. Vorbereitung ist alles!

  • Formulierungen im Vertrag Knebelverträge  

Nicht alle Formulierungen in Verträgen müssen rechtlich bindend sein. Letztens musste en Anbieter gleich 14 Klauseln streichen, die nicht rechtskonform waren. Sehr oft versuchen Firmen so aus der Haftung oder Zusatzkosten zu kommen und den Bauherrn zu belasten. Leider ist es als Laie oft schwierig, solche Dinge zu erkennen oder manchmal auch zu wissen, worum es geht. Da muss ein Fachmann ran. Besonders beim Tiefbau kann das sehr teuer werden.

  • Kostenvoranschlage kosten auch Geld

Klärt das immer vorher ab! Klar will man vergleichen, aber das ist für Firmen ein Problem, wenn sie dafür mehrere Mitarbeiter brauchen. Lasst euch daher lieber Angebote machen, die sind kostenfrei.

  • Bau- und Leistungsbeschreibung nicht gelesen oder verstanden

Da müsst ihr wirklich alle Positionen durchgehen, auch mal schauen welche Marken verarbeitet werden usw. Was dort nicht drin steht kostet extra und ist meist deutlich teurer. Leider wird das auch genutzt, um per Nachverkauf Kasse zu machen. Nehmt euch hier Zeit und lasst euch evtl. helfen. Grad wenn man mit mehreren Auftragnehmern zu tun hat ist das nervig, aber notwendig! Wenn ihr etwas nicht versteht, fragt nach und lasst es euch auch schriftlich geben, falls nötig.

  • Bauvorschriften nicht beachtet

Das ist auch so eine Sache. Es gibt Landesbauvorschriften aber auch bis runter zum Bebauungsplan müsst ihr auf unterschiedlichste Vorschriften achten. Da ist der Architekt der erste Ansprechpartner, denn diese Umsetzungen sind sein Job. Daher sollte er alle Unterlagen haben, auch den Bebauungsplan. Danach muss er die Unterlagen für euer Projekt planen und die Unterlagen für die Baugenehmigung fertig machen. Ihr müsst euch also auf die Fachkenntnis des Architekten verlassen können. Er ist Haftbar, wenn er falsch plant, auch wenn ihr seine Unterlagen unterschreibt ( https://www.radziwill.info/de/Architekt-haftet-fuer-Planungsfehler-auch-wenn-Bauherr-mit-Ausfuehrung-einverstanden-war ). Aber unterläuft euch etwas, kann das teuer werden. Einfaches Beispiel: Ihr entfernt eine nicht tragende Wand, euer Haus ist fertig und jemandem fällt auf, dass ihr zu wenig Fensterfläche für die Raumgröße habt. Dann müsst ihr ein Fenster einbauen oder den Raum verkleinern. Oder ihr macht den Gartenzaun selber und der ist 10cm zu hoch und der nette Nachbar meldet es…

  • Architekt / Schneelast / Traglast

Es gibt viele Dinge zu beachten, auch Schneelast und Wetter. Denn danach richtet sich auch die Traglast eures Hauses. Es kann also sein, dass euer Kniestock die Schneelast für eure Region packt. Habt ihr aber eine Kniestockerhöhung geplant, muss diese entweder stärker sein oder nicht ganz so hoch. Das muss statisch passen. Die Berechnungen dafür können mehrere tausend Euro kosten.

  • Grundstück und der Bebauungsplan

Bei uns gab es zum Bebauungsplan noch eine Art Update, wo auch noch Vorgaben dazu kamen. 1 Baum je 100m² ist ja noch recht preiswert, 11m³ Zisterne nicht. Aber die ganzen Vorgaben können sich sehr stark summieren. Wenn du kein weiss nehmen darfst, 1000€ für den Anstrich ( wenn ein Gerüst steht ). Oder du musst Parkplätze einplanen, Die Dachneigung verändern oder Sondergenehmigungen beim Bauamt holen. Sehr teuer können auch geschlossene Flächen sein, dann zahlt man viel Geld an die Wasserwirtschaft. Lasst euch das ggf. vom Architekten erklären.

  • Straßenbauumlage / Erschließungsbeitrag

Es ist nicht mehr in allen Bundesländern so, aber es gibt eine Straßenbauumlage. Daher waren Eckgrundstücke immer unbeliebt. Da zahlte man 2mal und das waren schnell 10 oder 15.000€. Fragt auf dem Bauamt nach, ob es euch betrifft. Erschließungsbeitrag ist meist im m2 Preis enthalten. Da fragt auch gleich nach.

  • Zeitplan / Bereitstellungszisen / Hotel

Wenn der Zeitplan nicht stimmt, rückt alles nach hinten. Dann kommt es zu Bauverzögerungen und führt zu Bereitstellungszinsen bei der Bank. Rufst du zB 200.000€ von deinem Kredit nicht ab, bei 3% ( ja das ist höher als der Kreditzins ), zahlste 6.000€ Strafe. Oder du hast deine Wohnung gekündigt und musst irgendwo übernachten und brauchst ein Hotel. Dazu kommen noch Terminprobleme mit den Handwerksfirmen, die viel zu tun haben. Teuer und stressig.

  • Bemusterung – Teure Zusatzwünsche

Bemusterung ist auch dazu da, dir weitere Wünsche schmackhaft zu machen. Vielleicht ein schönes Bad? Andere Fassade? Terrasse? Alles teuer und nicht im Kredit vorgesehen. Den habt ihr dann ja schon. Ihr bräuchtet dann mehr Kredit ( Nachfinanzierung ist teuer ) oder verbraucht Puffer. Überlegt euch das gut.

  • Sprit, Essen, Handwerkerverpflegung

Auch das kostet nicht wenig. Von unserer Wohnung zum Haus waren es 45Km einfach, dazu Baumarkt und Erledigungen. Das sind 100Km am Tag. Dann kommst du kaum dazu was zu essen zu machen und gehst an den Imbiss. 1 – 2.000€ solltest da ruhig einplanen.

  • Wasserbeteiligung

Nach dem Bau, wenn die Kasse leer ist kommt der Brief von der Wasserwirtschaft und die will Beteiligungskosten. Bei uns 4.300€. Das ist Mega hart… Wer hat so etwas schon auf dem Radar?

  • Nachträgliche Vermessung

Und im gleichen Atemzug kommt noch die nachträgliche Vermessung, die sich nach Haus- und Grundstücksgröße richtet. Bei uns 1.200€ die fast zeitgleich mit dem Wasserwerk 4.300€ kamen.

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Kurzform: Intransparente Preise haben unterschiedliche Gründe, vor allem im Direktvertrieb und damit den Kunden vom Markt zu nehmen. Leider geht es dabei auch darum, die Schmerzgrenzen des Käufers heraus zu finden.

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Kurzform: Ohne Eigenkapital in das eigen Haus? Das wäre von 10 Jahren noch sehr schwierig gewesen, aber dank der geringen Zinsen ohne weiteres machbar. Allerdings lassen sich die Banken diese Baufinanzierung gut bezahlen und das kann ich Zehntausende Euros in der Laufzeit kosten. Daher hier einige gute Tipps, wie ihr die Zinsen niedrig haltet und dennoch Kapital bekommt!

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